Schützen Sie Ihren Raps

In vielen Rapsanbaugegenden wird mittlerweile häufig von Ertragsdepressionen berichtet. Ursache hierfür ist u. a. eine zunehmende Ausbreitung der Kohlhernie (Plasmodiophora brassicae). Neben strengen Anbaupausen und dem Verzicht auf Kreuzblütler in der Fruchtfolge, lässt sich auch über den Bodenzustand dieser pilzlichen Krankheit entgegenwirken. Niedrige pH-Werte und nasse Bodenbedingungen fördern den Befall der jungen Rapspflanzen und begünstigen zugleich die Ausbreitung des Pilzes. Durch den Einsatz von Kalk lässt sich der Bodenzustand positiv beeinflussen: Eine Kalkung vermindert durch ihre krümelnde Wirkung die Bildung von Staunässe, zugleich kommt es zu einer Anhebung des pH-Wertes. Die Gefahr eines Befalls der Feldkulturen mit Kohlhernie wird somit wesentlich gemindert. Damit kommt dem Einsatz von Kalk eine wesentliche Schlüsselfunktion in der Vorbeugung gegen die Kohlhernie zu. Empfehlenswert für den Einsatz sind alle Kalke, die eine rasche pH-Anhebung nach sich ziehen. Deshalb sollte hier speziell auf schnell reagierende Branntkalke bzw. Mischkalke zurückgegriffen werden.